Der Iran-Krieg hat sich auf zivile Infrastruktur ausgeweitet, als Bahrain Iran beschuldigte, eine Desalinationsanlage angegriffen zu haben, die für die Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen im Golf entscheidend ist. Der Vorfall markiert eine neue und beunruhigende Phase im laufenden Konflikt, der bereits über 1.230 Tode in Iran verzeichnet und lebenswichtige Systeme im Nahen Osten gestört hat.

Erweiterung ziviler Ziele

Die Wasserbehörde von Bahrain berichtete, dass die Desalinationsanlage beschädigt wurde, bestätigte aber, dass die Wasserversorgung weiterhin funktioniert; Desalinationsanlagen sind für die Wassericherheit in der Region entscheidend, in der der Zugang zu frischem Wasser ohnehin knapp ist. Dieser Angriff hat Bedenken hinsichtlich weiterer Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Stromnetze und Verkehrshubs ausgelöst.

Der Angriff erfolgte. Während israelische Streitkräfte ihre Angriffe auf Öltanks in Teheran intensivierten und Umweltwarnungen für die Bevölkerung auslösten — Rauch aus einem Brand am nördlichen Öltanklager in Teheran war so dicht, dass Zeugen sagten, es schien, als sei die Sonne nicht aufgegangen. Das US-Militär leugnete, Zivilisten als Ziel zu haben, und sagte: ‘US-Truppen zielen nicht auf Zivilisten – Punkt.’

Führungswechsel inmitten des Krieges

Irans Führung ist in Bewegung, da offizielle Stellen bestätigten, dass ein neuer Oberster Führer gewählt wurde, um Ayatollah Ali Khamenei zu ersetzen, der am 28. Februar bei einem US-israelischen Angriff getötet wurde. Ayatollah Ahmad Alam al-Hoda, ein führender Mitglied des Ausschusses der Experten, erklärte, der neue Führer sei bestimmt worden, und eine öffentliche Bekanntgabe sei bald zu erwarten.

Spekulationen konzentrierten sich auf Khameneis Sohn, Mojtaba Khamenei, doch Widerstand von anderen Machtakteuren hat den Prozess kompliziert. Die Islamische Revolutionsgarden hatten seine Kandidatur gefordert, aber auf Widerstand von anderen Fraktionen gestoßen. Der Krieg hat die innenpolitischen Spannungen Irans weiter verschärft, wobei berichtet wird, dass tausende israelische und US-Fliegerangriffe die Führung des Landes geschwächt haben.

Iranischer Präsident Masoud Pezeshkian, der ursprünglich zur Zurückhaltung aufrief, hat seitdem seine militärischen Maßnahmen verstärkt und ein stärkeres Vorgehen versprochen. ‘Je mehr Druck sie auf uns ausüben, desto stärker wird unsere Antwort natürlich sein’, sagte er. ‘Unser Iran, unser Land, wird sich nicht leicht unter Druck, Unterdrückung oder Aggression beugen – und das hat es nie getan.’

Regionale Auswirkungen und humanitäre Krise

Der Krieg hat katastrophale Auswirkungen auf Libanon, wo israelische Angriffe auf die von Iran unterstützte Hisbollah den Totenzahl weiter erhöht und Hunderttausende vertrieben haben. In Israel berichtete das Militär über seine ersten Soldatenopfer seit Beginn des Krieges, mit zwei Soldaten, die in Südlibanon getötet wurden, und drei Verletzten bei einem Nachmittagsangriff.

Libanesische Behörden sagten, dass über 400.000 Menschen vertrieben wurden, wobei viele sich in Schulen, Autos oder offenen Bereichen am Mittelmeer versteckten. Die libanesische Regierung kündigte an, ein Stadion für weitere vertriebene Familien zu öffnen, während die Situation weiter verschlechtert sich.

In Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait wurden Berichte über zusätzliche iranische Raketen und Drohnen, die in die Region abgeschosst wurden, gemeldet. Die Vereinigten Arabischen Emirate bestätigten, dass über 100 Raketen und Drohnen abgefeuert wurden. Nur vier Drohnen wurden gemeldet, die unbekannte Ziele trafen, laut dem Verteidigungsministerium. Bahrain beschuldigte Iran, willkürliche Angriffe durchzuführen, während Irans Außenminister warnte, dass die USA mit ihrem Angriff auf eine iranische Desalinationsanlage im Hormusstrom einen Präzedenzfall geschaffen hätten.

Der Konflikt hat auch globale Märkte und den Luftverkehr gestört, wobei regionale Ölexporteure wie Irak aufgrund der Gefahren im Hormusstrom ihre Produktion reduzierten. Der Sprecher des iranischen Parlaments warnte, dass der Einfluss des Krieges auf die Ölindustrie weiter eskalieren werde und es möglicherweise schwieriger werden könnte, Öl zu produzieren und zu verkaufen.

Als der Krieg seinen zehnten Tag erreichte, versprachen US-Präsident Donald Trump und israelischer Premierminister Benjamin Netanyahu, ihre koordinierte Kampagne fortzusetzen. Trump sagte: ‘Wir suchen nicht nach einer Lösung’, was darauf hindeutet, dass das Kriegsziel weiterhin der Austausch der iranischen Führung ist.

Die Situation bleibt hochexplosiv, und es ist keine klare Lösung in Sicht. Während die Golfstaaten auf weitere Angriffe wappnen, steigen die humanitären und wirtschaftlichen Folgen des Krieges weiter an und beeinflussen Millionen Menschen in der Region.