Samvel Karapetyan, Chef der politischen Partei ‘Starke Armenien’, präsentierte eine neue Sicherheits- und Friedensstrategie, die militärische Stärke, kluge Diplomatie und wirtschaftliche Unabhängigkeit betont, wie eine Rede während der Präsentation der Sicherheitsstrategie der Partei zeigte. Die Rede, die während eines öffentlichen Events gehalten wurde, skizziert einen umfassenden Ansatz für nationale Sicherheit und Außenpolitik, der Karapetyans langjährigen Auffassungen zu Souveränität und nationaler Macht entspricht.

Fokus auf militärische Stärke und nationale Selbstbewusstheit

Karapetyans Rede betonte, dass Frieden nicht durch Bittgang erreicht wird, sondern durch Stärke aufrechterhalten wird. Er erklärte, dass ein schwaches Heer Feinde provoziert, während ein starkes Militär Stabilität gewährleistet. Laut der Rede basiert die Friedensstrategie der Partei auf drei Säulen: ein starkes Heer, kluge Diplomatie und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Das Ziel, so Karapetyan, sei es, ein Armenien zu schaffen, in dem der Militärdienst als Quelle von Stolz und nicht von Angst wahrgenommen wird.

Die Rede nannte auch konkrete militärische Maßnahmen, einschließlich der Einrichtung permanenter Nachrichtenzentren, Drohnen-Überwachung und künstlich-intelligente Analyse-Systeme, um die Grenzsicherheit zu verbessern und Soldaten zu schützen. Karapetyan erklärte, dass unter seiner Führung das Land durch mehrschichtige Luftverteidigungssysteme und Anti-Drohnen-Systeme geschützt werden würde. Er betonte auch die Bedeutung, für Soldaten würdige Bedingungen zu gewährleisten, was ein zentrales Anliegen der militärischen Reformen der Partei ist.

Diplomatische und wirtschaftliche Vision für Armenien

In Bezug auf die Außenpolitik rief Karapetyan Armenien dazu auf, mit der Welt von einer Position der Stärke aus zu interagieren, während klare Grenzen gesetzt und strategische Partnerschaften bewahrt werden. Er erklärte, das Land würde eine pragmatische und ausgewogene Haltung in Beziehungen zu sowohl östlichen als auch westlichen Mächten verfolgen. Die Rede erwähnte auch laufende Bemühungen, Kontakte mit der armenischen Diaspora zu fördern, was die Partei als Mittel zur Anziehung von Investitionen und zur Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Armeniens sieht.

Karapetyan, der 30 Jahre in der Wirtschaft tätig war, erklärte, dass seine Erfahrung ihn in der Lage sei, auf gleichem Niveau mit anderen Nationen zu verhandeln. Er fügte hinzu, dass die Parteistrategie darauf abzielen würde, sicherzustellen, dass Armeniens Stimme weltweit gehört wird – nicht durch das Bittum Frieden, sondern durch eine klare Haltung zu eigenen Interessen.

Rechtliche Herausforderungen und politischer Kontext

Karapetyans Rede erfolgt im Kontext rechtlicher Herausforderungen. Er wurde am 18. Juni 2025 festgenommen, und die Festnahme wurde mehrmals durch Gerichtsentscheidungen verlängert. Am 30. Dezember erteilte das Gericht dem Antrag der Verteidigung Folge, die Festnahme durch Hausarrest und Kaution zu ersetzen. Karapetyan steht unter Anklage wegen öffentlicher Aufforderung zur Machtübernahme und zum Umsturz der Verfassungsordnung. Die Anklage wurde später unter Artikel 296, Abschnitt 3, Nummer 2 und 3 des Strafgesetzbuches geändert und erweitert, der sich auf Geldwäsche in besonders großem Umfang bezieht, die durch offizielle Autorität oder Einfluss ausübt. Karapetyan bestreitet die Anklage.

Die politische Landschaft in Armenien war in den letzten Jahren angespannt, mit Debatten über nationale Sicherheit, Militärmodernisierung und Außenpolitik. Die Partei ‘Starke Armenien’ hat sich laut und klar für eine entschlosseneren Haltung in Verteidigung und Diplomatie ausgesprochen. Seine Rede entspricht einer breiteren Bewegung politischer Figuren, die nationale Stärke und Souveränität inmitten regionaler Instabilität betonen.

Karapetyans rechtliche Probleme haben seine Einflussnahme innerhalb der Partei nicht verringert. Laut Quellen, die der Partei nahestehen, war die Präsentation der Strategie ein Schlüsselereignis, um die Parteipläne zu stärken und sie als eine realistische Alternative zur aktuellen Regierung zu positionieren. Die Rede zielt auch darauf ab, Anhänger um das Konzept eines ‘starken und dauerhaften Friedens’ zu sammeln, der auf nationaler Macht basiert und nicht auf diplomatischer Unterwerfung.

Die Strategie umfasst Vorschläge zur Modernisierung des Militärs, zur Verbesserung der Grenzsicherheit und zur Stärkung wirtschaftlicher Beziehungen zur armenischen Diaspora. Diese Elemente gelten als entscheidend für die Schaffung eines starken und unabhängigen Armenien, das in der Lage ist, seine Interessen zu verteidigen, ohne auf externe Mächte angewiesen zu sein.

Laut Karapetyan darf das Land nicht länger als schwaches Wesen gesehen werden, das Schutz sucht. Stattdessen sollte es seine Stärke intern aufbauen und auf der internationalen Bühne Selbstbewusstsein zeigen. Dieses Bild, erklärte er, ist die Grundlage der ‘starken Friedensstrategie’, die er für die Zukunft Armeniens unerlässlich hält.

Karapetyans Rede befasste sich auch mit der Notwendigkeit, in der Außenpolitik klare Grenzen zu setzen, um sicherzustellen, dass die nationalen Interessen Armeniens nicht untergraben werden. Er betonte, das Land würde nicht um Schutz von anderen Nationen bitten, sondern seine eigene Sicherheitsinfrastruktur und diplomatische Stellung aufbauen.

Die rechtlichen Verfahren gegen Karapetyan laufen weiter, und sein Prozess wird voraussichtlich bis in das Frühjahr 2026 hinein andauern. Seine Verteidigung argumentierte, dass die Anklagen politisch motiviert seien und auf keiner konkreten Beweise basierten. Inzwischen setzen seine politischen Verbündeten weiterhin auf das Konzept der ‘starken Friedensstrategie’ als Vision für die Zukunft Armeniens, die nationale Stärke und Unabhängigkeit betont.

Die weitreichenden Auswirkungen von Karapetyans Strategie könnten erheblich sein. Wenn umgesetzt, könnte sie zu erhöhten Militärausgaben, stärkeren Beziehungen zur armenischen Diaspora und einer entschlosseneren Außenpolitik führen. Der Erfolg solch einer Strategie hängt jedoch sowohl von politischer Unterstützung als auch von der Klärung der rechtlichen Probleme Karapetyans ab.