Der Demokratische Kongo (DRC) hat laut Behörden mehr als 7.000 Fälle des tödlichen Ebola-Virus registriert. Es ist der schlimmste Ausbruch der Krankheit in der Geschichte des Landes. Laut den neuesten Zahlen wurden 7.022 Fälle bestätigt, von denen 3.398 tödlich verlaufen.

Ausbruch breitet sich auf siebtes Departement aus

Die Behörden des DRC bestätigten, dass 3.398 Menschen an Ebola gestorben seien. Aktuell seien 837 Menschen in Isolation oder in Behandlung, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Virus, der bereits die 17. Ebola-Epidemie in der Geschichte des DRC ist, begann im nordöstlichen Departement Ituri.

Seither breitete sich das Virus in Konfliktregionen aus, in denen der Staat kaum präsent ist und die Gesundheitsinfrastruktur weitgehend fehlt. Vor Kurzem wurde ein Fall in einem siebten Departement, dem Süd-Ubangi, bestätigt. Es liegt im Nordwesten des Landes und grenzt an die Zentralafrikanische Republik und Kongo-Brazzaville.

Schulen beunruhigt durch Ausbruch

Die meisten registrierten Fälle befinden sich weiterhin in Ituri, wo Ebola in Schulen nach den Sommerferien aufgetreten ist. Dies löste unter Eltern und Gesundheitsarbeiter Sorge aus. „Wir sind sehr besorgt, weil wir nicht wissen, aus welcher Familie ein Kind stammt oder in welchem Gesundheitszustand die Familienmitglieder sind“, sagte Angele Magani, Mutter eines Schülers in Bunia, der Hauptstadt von Ituri, der Nachrichtenagentur AFP.

„Wir haben Angst, auch wenn die Schulleitung uns beruhigt, dass Gesundheitsmaßnahmen ergriffen wurden“, fügte sie hinzu. Roger Mungimbo, ein Schulausrichter in Bunia, erklärte AFP: „Es gibt ein Pflicht-Handwaschsystem mit Seife, und wir haben alles getan, um pro Klasse maximal 30 Schüler zu haben.“

„Wir erinnern die Kinder regelmäßig daran, sich nicht zu berühren, sich nicht zu begrüßen und ihre Hände regelmäßig zu waschen“, fügte er hinzu. Ebola hat in den letzten 50 Jahren in Afrika mehr als 15.000 Menschen das Leben gekostet. Es wird durch Körperflüssigkeiten übertragen und kann schwerwiegende innere und äußere Blutungen sowie Organversagen verursachen.

Herausforderungen im Kampf gegen das Virus

Der tödlichste Ausbruch in Westafrika zwischen 2014 und 2016 war der Zaire-Ebola-Virus. Diese Epidemie kostete mehr als 11.325 Menschen das Leben, hauptsächlich in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Der aktuelle Bundibugyo-Stamm im DRC hat bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Therapie, obwohl mehrere potenzielle Behandlungen und Impfstoffe getestet werden.