WASHINGTON — Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte gegenüber CNBC, dass Präsident Donald Trumps umfassende 10%-Zoll-Order die Zölle für Importe aus Indien von 18% auf 10% senkt. Das Reset gilt für Länder mit bestehenden US-Handelsabkommen, darunter die Europäische Union, Japan, Südkorea, Schweiz und Liechtenstein.
Der Sprecher, der unter Berufung auf Anonymität sprach, sagte, dass die Order die höheren Zollsätze, die letztes Jahr festgelegt wurden, außer Kraft setzt. Vietnam sieht eine Senkung von 20%. Zölle auf Waren aus dem Vereinigten Königreich bleiben bei 10%.
Indien profitiert bereits, auch ohne ein abschließendes Handelsabkommen. Beide Länder hatten sich darauf geeinigt, die allgemeinen Zölle auf indische Exporte von 50% — was einen 25%-Zuschlag für den Energietausch mit Russland umfasste — auf 18% zu senken. Jetzt wird dieser Wert noch weiter gesenkt.
Trump hatte zuvor Äußerungen getätigt, die Verwirrung auslösten. Kurz nachdem das Oberste Gericht am Freitag entschieden hatte, dass seine Gegenseitigkeitszölle gegen das Gesetz verstoßen, sprach er Journalisten im Brady Press Briefing Room an. Ein Reporter fragte ihn nach dem Abkommen mit Indien.
„Nichts ändert sich“, sagte Trump. „Sie zahlen Zölle, und wir zahlen keine.“
Er lobte Premierminister Narendra Modi als „großen Gentleman“, beschuldigte ihn jedoch, zuvor „uns abzukassieren“. „Wir haben mit Indien ein Abkommen geschlossen, und es ist jetzt ein faires Abkommen“, fügte Trump hinzu. „Wir zahlen keine Zölle an sie, und sie zahlen Zölle. Wir haben nicht den Kurs geändert.“
Diese Äußerungen erfolgten vor dem Unterzeichnen der globalen Zoll-Order. Die Klarstellung des Weißen Hauses gegenüber CNBC folgte, um den Lücke zu schließen.
Das Gerichtsurteil veränderte Trumps frühere Strategie. Es erklärte die Gegenseitigkeitszölle, die auf alle Länder basierend auf den Zöllen für US-Waren erhoben wurden, für illegal. Trump versprach alternative Wege.
Behörden betonten die Einheitlichkeit der neuen Order. Sie legt einen flachen Zinssatz von 10% für alle Hauptpartner fest, was die unübersichtliche Situation aus dem Vorjahr vereinfacht. Indien, das weiterhin über das finale Abkommen verhandelt, ist in den Senkungsbereich eingeschlossen.
Trump trat zur Pressekonferenz nach dem Urteil am 20. Februar 2026 an, frisch aus dem Rechtsruck. Er stellte die Zölle als notwendig dar, um den Handel auszugleichen. Die globale Order markiert seine schnellste Reaktion.
Die Märkte reagierten schnell. US-Aktien-Futures sanken in der Nachstunde. Indische Exporteure, von Pharmazeutika bis Textilien, beobachten potenzielle Vorteile aus dem 10%-Zinssatz.
Das Weiße Haus hat bislang keine offizielle Erklärung abgegeben, außer der CNBC-Briefing. Trumps Verbündete im Kongress lobten die Reset als Sieg für amerikanische Arbeiter. Kritiker bezeichneten es als unkoordinierten Rückzug nach dem Gerichtsverfahren.
Details zur Umsetzung bleiben knapp. Zollbehörden erwarten, dass der 10%-Grundwert innerhalb von Wochen in Kraft tritt. Ausnahmen für bestimmte Waren, wie die unter USMCA, bleiben unverändert.
Das indische Handelsministerium lehnte eine sofortige Stellungnahme ab. Behörden dort verfolgen die US-Bewegungen eng, während die Gespräche laufen. Die Regierung Modi hat in separaten Verhandlungen für tiefere Kürzungen gedrängt.
Die Zollgeschichte unterstreicht Trumps aggressive Handelspolitik. Seine erste Amtszeit sah Zölle auf Stahl und Aluminium. Dieser Runde zielt weiter, obwohl rechtliche Hürden bestehen.
Fürs Erste gilt die Aussage des Weißen Hauses: 10% für Indien und Partner. Händler warten auf schriftliche Anweisungen, um zu bestätigen.
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