Vizepräsident JD Vance hat die Umfrage des 2026er Conservative Political Action Conferences (CPAC) gewonnen, einer der größten Versammlungen der Rechten in den Vereinigten Staaten; Die Umfrage, die während des vier Tage dauernden Kongresses stattfand, fragte die Teilnehmer, wen sie als Kandidaten der Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2028 bevorzugen würden. Vance erhielt laut Al Jazeera 53 Prozent der Stimmen von fast 1.600 Teilnehmern.
Marco Rubio gewinnt an Boden
Obwohl Vance weiterhin die erste Wahl blieb, erhielt Außenminister Marco Rubio in diesem Jahr bedeutende Unterstützung mit 35 Prozent der Stimmen — Dies ist ein deutlicher Sprung von letztem Jahr, als Rubio mit nur 3 Prozent auf dem vierten Platz lag. Rubio, ein ehemaliger Senator aus Florida, wird als eine harte Alternative zu Vance angesehen, insbesondere in Fragen der Außenpolitik.
Die Umfrage des CPAC im letzten Jahr, die innerhalb weniger Wochen nach Beginn Trumps zweiten Amtszeit stattfand, zeigte Vance mit 61 Prozent Unterstützung, ehemaligen Trump-Berater Steve Bannon mit 12 Prozent und Florida-Gouverneur Ron DeSantis mit 7 Prozent. Rubio und Abgeordnete Elise Stefanik erhielten jeweils 3 Prozent; Die Ergebnisse dieses Jahres spiegeln jedoch eine Veränderung in der politischen Landschaft wider, mit zunehmender Unterstützung für Rubio.
CPAC-Teilnahme und politische Trends
Das CPAC. Ein jährlicher Kongress. Zieht normalerweise Teilnehmer an, die sich eher rechts der politischen Skala befinden. Dieses Jahr standen unter anderem Senator Ted Cruz aus Texas, der iranische Oppositionsführer Reza Pahlavi sowie Eduardo und Flavio Bolsonaro, die Söhne des ehemaligen rechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, auf der Bühne. Bolsonaro wurde im September 2025 inhaftiert, weil er versucht hatte, die Demokratie seines Landes zu untergraben.
Die Umfrage kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Republikaner, mit weniger als acht Monaten bis zu den Midterm-Wahlen im November 2026. Die Republikaner hoffen, ihre Mehrheiten im Kongress zu verteidigen, doch die Zustimmungsbereitschaft für Präsident Donald Trump ist seit seinem Rückkehr ins Amt im Jahr 2025 rückläufig.
Eine kürzlich durchgeführte Umfrage von Reuters und Ipsos zeigte, dass nur 36 Prozent der US-Bürger die Arbeit Trumps genehmigen, ein neues Tief. Zu den Faktoren, die zu diesem Rückgang führen, zählen der laufende Krieg im Iran und wirtschaftliche Frustrationen, wie zum Beispiel steigende Benzinpreise, die mit dem Konflikt verbunden sind. Trump hat angedeutet, eine dritte Amtszeit zu verfolgen, doch US-Gesetzgebung verbietet modernen Präsidenten, mehr als zwei Amtszeiten zu absolvieren. Seine zweite Präsidentschaft endet 2028.
Vance und Rubio: Politische Unterschiede
Vance, ein Veteran und ehemaliger Senator aus Ohio, wird als Vertreter einer isolierteren Gruppe der „Make America Great Again“ (MAGA)-Basis von Trump angesehen. Er hat sich in der Regel gegen die US-Beteiligung an ausländischen Konflikten ausgesprochen, unterstützt jedoch Trumps Entscheidung, gemeinsam mit Israel Luftschläge gegen den Iran durchzuführen. Seine Haltung hat ihn zu einer Schlüsselfigur in der sich verändernden politischen Landschaft der Republikaner gemacht.
Rubio hingegen hat eine längere politische Karriere und wird als harte Linie, insbesondere in Bezug auf Regimewechsel in Ländern wie Kuba, seiner Familienheimat, angesehen. Er war von 2011 bis zu seiner Bestätigung als Außenminister im Jahr 2025 Senator für Florida. Beide hatten Trump vor ihrer Aufnahme in dessen Regierung kritisiert. Vance bezeichnete Trump einmal als „unfähig“ für das Amt, und Rubio nannte ihn während der republikanischen Präsidentschaftsdebatte 2016 einen „Betrüger“ und eine „Schande“.
Das CPAC fragt traditionell nicht nach, wer Präsident sein sollte, wenn ein Republikaner bereits im Weißen Haus ist. Die Umfragen, die vor und nach Trumps ersten Amtszeit, von 2017 bis 2021, durchgeführt wurden, zeigten jedoch eine bemerkenswerte Neuausrichtung innerhalb der Republikaner. In der Dekade vor der Wahl 2016 gewannen der moderate Republikaner Mitt Romney und der Libertäre Rand Paul regelmäßig die CPAC-Umfragen.
Seit Trumps erster Amtszeit jedoch hat er die Umfragen dominiert. Obwohl Trump 2020 verlor, erhielt er dennoch die meisten Stimmen in der Umfrage 2021 mit 55 Prozent. Seine Zahlen stiegen jedes Jahr, was zu seiner Wiederwahl 2024 führte. Experten haben festgestellt, dass sich die Republikaner größtenteils um Trumps Politik konzentriert haben, während moderate und kritische Stimmen immer mehr an Bedeutung verlieren.
Die CPAC-Umfrage ist jedoch nicht immer genau. Vor Trumps Sieg 2016 stimmten die meisten Teilnehmer der Umfrage Senator Ted Cruz aus Texas als nächsten Präsidenten. Trump lag mit 15 Prozent auf dem dritten Platz, hinter Rubio mit 30 Prozent. Dies zeigt die Unvorhersehbarkeit der Umfragen, die informell sind und nicht unbedingt die allgemeine öffentliche Meinung widerspiegeln.
Mit weniger als acht Monaten bis zu den Midterm-Wahlen 2026 steht die Republikanische Partei vor einem entscheidenden Moment, um ihre zukünftige Richtung zu bestimmen. Obwohl Trump weiterhin eine zentrale Figur bleibt, signalisiert das Aufkommen von Persönlichkeiten wie Vance und Rubio eine potenzielle Veränderung innerhalb der Partei. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die Plattform und Führung der Republikanischen Partei zu gestalten.
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