Ein ägyptisches Gericht hat die TV-Moderatorin Sarah Khalifa und elf weitere Personen zu Todesstrafen verurteilt, wie Al Jazeera und The Guardian berichten; Khalifa, 39, ist bekannt für ihre Sendung Mission Impossible, die sich auf Sicherheits- und Kriminalitätsfragen konzentriert.
Details des Drogenrings und der Verurteilung
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Gruppe Rohmaterialien aus dem Ausland importiert habe, um synthetische Drogen herzustellen, und diese in Wohnhäusern lagerte; Laut The Guardian beschlagnahmten die Behörden mehr als 750 kg Betäubungsmittel und Rohmaterialien und fanden zwei Wohnungen, die als Labore genutzt wurden. Zudem besaß die Gruppe unerlaubte Schusswaffen und Munition, wie Al Jazeera berichtete.
Khalifa wurde im April 2025 im Rahmen der Ermittlungen festgenommen. Das Gericht konsultierte den Großmufti Ägyptens für seine nicht bindende religiöse Meinung, wie es in Todesfällen vorgeschrieben ist. Das Urteil kann gemäß neuer gerichtlicher Reformen vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden. Dabei stehen zwei Rechtsmittelwege zur Verfügung: zunächst eine Wiederaufnahme des Verfahrens vor einem Berufungsgericht.
Weitere Anklagepunkte und Rechtskontext
In einem separaten Fall verurteilte das gleiche Gericht Khalifa am Samstag zu drei Jahren Haft wegen Körperverletzung und Aufzeichnung ihres Fahrers. Zudem verurteilte das Gericht sie und weitere Personen zu fünf Jahren Haft wegen eines Falls, in dem ein junger Mann entführt und angegriffen wurde, wie The Guardian berichtete.
Laut The Guardian wird in Ägypten die Todesstrafe für vorsätzlichen Mord, Terrorismus, einige Vergewaltigungstatbestände und Drogenhandel verhängt. Laut der ägyptischen Kommission für Rechte und Freiheiten wurden allein im Jahr 2025 insgesamt 541 Todesurteile gesprochen.
Hintergrund zu Sarah Khalifa
Sarah Khalifa betreibt neben ihrer Fernseharbeit eine Schönheitsklinik und eine Produktionsfirma, die sich auf die Organisation von Partys und Events spezialisiert hat, wie The Guardian berichtet. Während des Gerichtsverfahrens soll sie geweint und um Gnade gebeten haben: „Höre mir zu, bitte, meine Eltern haben mich gut erzogen; sie sind fromme Menschen, und ich brauche kein Drogen-Geld“, sagte sie, wie Al Jazeera meldete.
Der Fall hat Aufmerksamkeit auf die strengen Drogen-Gesetze in Ägypten und die Anwendung der Todesstrafe in solchen Fällen gelenkt. Die Regierung hat bislang keine Stellungnahme zu den weiterreichenden Folgen des Urteils abgegeben.
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