Senator Markwayne Mullin (Republikaner) wurde benannt, das Innenministerium zu übernehmen, nachdem Kristi Noem, die bisherige Leiterin, von Präsident Donald Trump entlassen wurde. Der 48-jährige Senator aus Oklahoma hat keine Erfahrung in der Strafverfolgung, ist aber ein starker Verfechter der Politik von Donald Trump. Mullin zeigte sich überrascht von der Ernennung und sagte, er habe noch nicht mit seiner Frau darüber gesprochen.
Von Unternehmer zu Politiker
Mullin ist seit 2013 im Kongress und wurde 2021 in den Senat gewählt. Er wurde in Oklahoma geboren und aufgewachsen und ist Mitglied der Cherokee-Nation. Er verließ die Hochschule im Alter von 20, um das Geschäft seines Vaters in der Sanitärbranche zu führen. Später erwarb er einen Fachhochschulabschluss an der Oklahoma State University Institute of Technology und ist damit der einzige amtierende Senator, der keinen Bachelor-Abschluss hat.
Bevor er in die Politik ging, war Mullin Profimixed-Martial-Arts-Kämpfer und expandierte seine Geschäftsaktivitäten in den Bereich Immobilien und Landwirtschaft. Er führte eine Radioshow über Heimverbesserung und trat 2012 mit dem Slogan an: „Ein Rancher. Ein Unternehmer. Nicht ein Politiker.“
Kontroverse Positionen und politische Ausrichtung
Mullin ist ein lautstarker Unterstützer Trumps und wiederholt die Behauptungen des ehemaligen Präsidenten, dass die Wahl 2020 gestohlen und manipuliert wurde. Er war bei der Angriffsattacke auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 anwesend und wurde gesehen, wie er Barrieren errichtete, um Demonstranten daran zu hindern, in das Gebäude zu gelangen. Obwohl keine Beweise für weit verbreitete Betrugsfälle vorliegen, zweifelt Mullin weiterhin an der Legitimität der Wahlen.
Im August 2022 sagte Mullin während einer Debatte für Senatskandidaten: „Es wird mir sehr schwerfallen, zu glauben, dass Joe Biden mehr Stimmen als jeder andere Präsident in der Geschichte erhielt.“ Er behauptete außerdem, dass Audits und Untersuchungen „Unregelmäßigkeiten“ in der Wahlenprozedur aufdeckten, obwohl keine konkreten Beweise dafür vorliegen.
Senatsbestätigung und politische Auswirkungen
Mullin benötigt die Bestätigung durch den Senat, um das Amt zu übernehmen, und hat angekündigt, bereit zu sein, mit demokratischen Senatoren zu kommunizieren, um deren Bedenken zu berücksichtigen. „Wenn sie echte Bedenken haben, höre ich zu, ich werde praktisch sein“, sagte er. Seine Bestätigung könnte den Machtverhältnissen im Senat zugutekommen, da sein Sitz 2024 erneut zur Wahl steht.
Falls Mullin bestätigt wird und seinen Senatsplatz räumt, wird Gouverneur Kevin Stitt innerhalb von 30 Tagen einen vorläufigen Ersatz ernennen. Laut staatlichem Gesetz muss die Person, die ernannt wird, sich verpflichten, nicht für den Sitz in der nächsten Wahl zu kandidieren. Da der Sitz bereits für eine volle Amtszeit zur Wahl steht, gilt der Sieger der bevorstehenden Wahl als derjenige, der die vakante Stelle besetzt.
Stitt bezeichnete Mullin als „Kämpfer“ und sagte, er plane, eine „starke, konservative Stimme für eine kleine Regierung“ zu ernennen, um den Sitz zu besetzen. Er nannte jedoch keinen möglichen Kandidaten. Der Fristende für die Bewerbung zur Senatsprimärwahl ist der 3. April, mit der Primärwahl am 16. Juni.
Mullins Ernennung hat nicht nur aufgrund seiner politischen Ausrichtung, sondern auch aufgrund seiner früheren Verhaltensweisen Aufmerksamkeit erregt, einschließlich eines viralen Vorfalls im November 2023, bei dem er während einer Ausschussanhörung scheinbar den Präsidenten der Teamsters-Union, Sean O’Brien, zu einem körperlichen Konfrontation herausforderte. Der Vorfall wurde später entschärft, aber er unterstrich die umstrittene Natur von Mullins öffentlichem Image.
Als neuer Leiter des Innenministeriums wird Mullin Herausforderungen bei der Sicherung der Grenzen, der Verwaltung der Einwanderungspolitik und der Bewältigung von Sicherheitsbedrohungen im Inland gegenüberstehen. Sein Ansatz, geprägt von konservativen Werten und seiner Ausrichtung auf Trumps Politik, könnte die Richtung des Ministeriums und dessen Interaktionen mit anderen Bundesbehörden beeinflussen.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts