KTM AG kündigte die Beendigung ihrer Partnerschaft mit KISKA Design, der Salzburger Agentur, die das aggressive Design der Motorräder über 30 Jahre geprägt hat. Der österreichische Hersteller verkaufte seinen Anteil an KISKA an Loxone GmbH, ein Unternehmen für intelligente Heimtechnologie mit Sitz in Österreich. KTM-Vertreter nannten als Hauptgründe für die Trennung Kosteneinsparungen und eine Vereinfachung der Abläufe nach dem Erwerb von Pierer Mobility durch Bajaj Auto.
Die Zusammenarbeit begann in den frühen 1990er Jahren. KISKA übernahm alles von der Ästhetik der Motorräder bis zur Marke, Kleidung und Kundeninteraktionen. Diese Arbeit machte KTM zur Marke mit dem scharfen, markanten Stil, den die Fans heute kennen. Pierer Mobility besaß früher bis zu 50 Prozent der Anteile an KISKA, was KTM zur größten Kundin der Agentur machte.
Unter der neuen Struktur hält Loxone GmbH mit 71 Prozent einen Mehrheitsanteil an KISKA. Das Management-Team der Agentur behält 29 Prozent. KTM plant, ein eigenes Designzentrum in Salzburg zu eröffnen, das von ihrem Hauptentwicklungsstandort in Mattighofen getrennt ist. Unternehmensführer sagen, dass diese Struktur die Integration zwischen Design und Ingenieurwesen verbessern wird.
Bajaj Auto vollendete im laufenden Jahr den Erwerb von Pierer Mobility und investierte Kapital in den angeschlagenen Motorradhersteller. KTM stand unter finanziellen Druck, einschließlich Personalabbau und Umstrukturierung. Der Schritt weg von KISKA passt in größere Bemühungen, externe Kosten zu reduzieren.
Kommende KTM-Modelle behalten ihr vertrautes Aussehen. Entwicklungszyklen dauern mehrere Jahre, sodass Motorräder, die bereits in der Entwicklung sind, die scharfen Linien beibehalten, die KISKA perfektioniert hat. Modelle wie der 390 Duke, die Adventure-Serie und andere in der Produktionspipeline zeigen keine sofortige visuelle Umgestaltung.
KISKA blickt auf eine Diversifizierung hin. Ohne KTM als Kernkundin hat die Agentur mit Adidas an Produkten und Cardo an der Beyond-Helm-Linie gearbeitet. Sie entwarf auch das BSA Thunderbolt-Prototyp, das im Jahr 2025 auf der EICMA vorgestellt wurde. Personalabbau traf KISKA im Zuge der KTM-Kürzungen, aber die Führung dort plant, Projekte mit globalen Marken zu verfolgen.
Laut Berichten wird das Salzburger Designzentrum ehemaliges KISKA-Personal einstellen. KTM möchte seine visuelle Identität unter einem Dach bewahren. Pierer Mobility bestätigte, dass der Vertrag ein Kapitel abschließt, aber die Kontinuität im Marken-DNA sicherstellt.
Beobachter im Branchenkreis sehen dies als Teil eines größeren Trends. Motorradhersteller wie Ducati und BMW haben in den letzten Jahren eigene Designteams aufgebaut. KTM’s Schritt bringt sie in Linie, was möglicherweise die Innovationszyklen beschleunigt.
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