Die USA und Israel haben am Samstag koordinierte Angriffe auf den Iran gestartet, mit Berichten über Schläge in der Nähe der Räume des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei und in mehreren Städten. Laut iranischen staatlichen Medien war Rauch in Teheran zu sehen, und der Verkehr wurde umgeleitet, als Bewohner die Hauptstadt verließen. Präsident Donald Trump teilte über soziale Medien mit, dass die USA ‘große Kriegsoperationen im Iran’ begonnen hätten, wobei er Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms und der Raketenentwicklung ansprach.
Auswirkungen auf das Zivilleben und die Infrastruktur
Das staatliche iranische Nachrichtenbüro IRNA berichtete, dass Behörden eine Hauptstraße, die Teheran mit dem Norden verbindet, in eine Einbahnstraße umgewandelt hatten, um den starken Verkehr aus der Hauptstadt zu bewältigen. Supermärkte im nördlichen Teheran sahen einen Anstieg der Kunden, die Grundnahrungsmittel wie Brot und Flaschenwasser suchten, doch die Vorräte waren begrenzt, und einige Artikel waren in einigen Geschäften nicht verfügbar. Längere Schlangen bildeten sich an Tankstellen, und staatliche Fernsehsender zeigten Aufnahmen von starkem Verkehr auf der Soleimani-Autobahn.
Flüge im Nahen Osten und darüber hinaus wurden gestört, da Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar ihre Luftgebiete schlossen. Der Dubai World Central – Al Maktoum International Airport, der weltweit am häufigsten genutzte internationale Flughafen, und Dubai International Airport wurden unbestimmte Zeit geschlossen. Große Fluggesellschaften stellten Flüge zu und von Teilen der Region bis Sonntag oder Anfang der nächsten Woche ein und rieten Reisenden, vor dem Besuch des Flughafens den Flugstatus online zu überprüfen.
Regionale Reaktionen und diplomatische Antworten
Das russische Außenministerium verurteilte die Angriffe der USA und Israel als ‘vorab geplante und unprovokierte militärische Aggression’ und forderte eine sofortige Beendigung der militärischen Kampagne und ein Rückkehren zu Diplomatie. Es warnte, dass die Angriffe ein Risiko für eine ‘humanitäre, wirtschaftliche und möglicherweise radiologische Katastrophe’ in der Region darstellen.
Der britische Premierminister Keir Starmer leitete am Samstag eine Notfallsitzung und plantete Anrufe mit Verbündeten. Ein Regierungssprecher sagte, Großbritannien wolle keine weitere Eskalation in einen umfassenderen regionalen Konflikt und betonte erneut Unterstützung für eine verhandelte Lösung der nuklearen Ambitionen Irans. Das britische Außenministerium aktualisierte auch Reisehinweise, warnte vor allen Reisen nach Israel und Palästina und riet britischen Staatsbürgern in anderen Nahost-Ländern, sich ‘sofort in Sicherheit zu bringen.’
Die EU-Führer gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie zur Zurückhaltung und regionaler Diplomatie aufriefen, um ‘die nukleare Sicherheit zu gewährleisten’. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, betonten die Notwendigkeit, eine weitere Eskalation zu verhindern und Zivilisten zu schützen, wobei sie feststellten, dass die EU umfassende Sanktionen gegen die Regierung Irans in Kraft hat.
Saudi-Arabien verurteilte die Angriffe Irans auf die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordan stark und bezeichnete sie als Verletzung der Souveränität und warnte vor ‘ernsten Folgen’, wenn solche Aktionen fortgesetzt würden. Das Königreich betonte seine Unterstützung für diese Länder und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die iranischen Angriffe zu bekämpfen.
Internationale Reise- und Sicherheitsbedenken
Der kanadische Premierminister Mark Carney drückte Unterstützung für die US-Aktionen gegen den Iran aus und bezeichnete die islamische Republik als ‘Hauptquelle von Instabilität und Terror’ im Nahen Osten. Er riet Kanadiern in Iran, sich in Sicherheit zu bringen.
Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar verurteilte die Angriffe auf den Iran und rief zu einer ‘sofortigen Beendigung der Eskalation durch dringende Wiederaufnahme der Diplomatie’ auf. Das nationale Nachrichtenbüro Kuwaits berichtete, dass seine Luftabwehr einen sogenannten ‘grausamen Angriff Irans’ erfolgreich abgefangen habe.
Die stellvertretende französische Verteidigungsministerin Alice Rufo warnte, dass eine ‘militärische Eskalation im Gange ist’, und verglich die Situation mit dem 12-tägigen Krieg im Juni. Sie betonte, dass die Priorität die Sicherheit französischer Bürger und Streitkräfte in der Region sei. Es lag keine Information vor, ob französische Streitkräfte an den Angriffen beteiligt waren oder in der Vergeltung Ziel gewesen seien.
Iranische staatliche Medien berichteten, dass Angriffe in mehreren Städten stattfanden, einschließlich Isfahan, Shiraz und Tabriz, mit Explosionen in der Nähe der Hauptstadt. Sprengungen wurden auch in westlichen Städten und um Hafenstädte im Persischen Golfe wie Asaluyeh gemeldet, die für den großen Ölhandel Irans von Bedeutung sind.
Die Situation bleibt flüchtig, mit keiner unmittelbaren Erklärung von irakischen Behörden oder der USA zu den Angriffen auf eine US-Basis in der Nähe von Irbil. Lokale Medien berichteten, dass Raketen abgefangen wurden, und ein AP-Journalist vor Ort berichtete von Explosionen.
Da der Konflikt weitergeht, besteht in der Region weiterhin das Risiko einer weiteren Eskalation, wobei internationale Akteure zur Zurückhaltung und diplomatischen Lösung aufrufen, um einen umfassenderen regionalen Konflikt zu verhindern.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts