General Dan Caine, Chef des Joint Chiefs of Staff, ist seit dem Juni 2025-Konflikt zwischen Israel, Iran und den USA der wichtigste militärische Berater von Donald Trump geworden, berichtet die Jerusalem Post. Dieser Wechsel im Beratungsgefüge erfolgte im Kontext wachsender Spannungen und potenzieller militärischer Szenarien mit Iran, wobei Caines strategische Einsichten eine zentrale Rolle spielen.

Veränderte Einflussnahme seit Juni 2025

Obwohl auch andere hochrangige Beamte, darunter Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Botschafter Jared Kushner und Steve Witkoff, beteiligt sind, hat sich Trumps Aufmerksamkeit zunehmend auf Caine konzentriert. Laut Quellen war dieser Wechsel bewusst, und Beamte unternahmen besondere Bemühungen, sich während des Juni 2025-Konflikts mit Caine abzustimmen, noch stärker als mit anderen Beratern.

Dies steht im Kontrast zur Biden-Regierung, in der einige Beamte glaubten, dass die Kommunikation mit dem damaligen CENTCOM-Chef General Erik Kurilla effektiver war als mit dem damaligen Chef des Joint Chiefs of Staff, General C.Q. Brown. Die Post versteht jedoch, dass Browns Einfluss nicht unbedeutend war, obwohl er sich relativ zurückhaltend verhielt und keine Medienaufmerksamkeit suchte.

Direkte Kommunikation mit Schlüsselberatern

Israeli Beamte, darunter Chef des Heereshauptquartiers General Eyal Zamir, Leiter des Mossad David Barnea und Chef des militärischen Nachrichtenamtes Major General Shlomi Binder, besuchten kürzlich Washington, um direkt mit US-Beamten zu kommunizieren, wobei Caine im Vordergrund stand. Diese direkte Kommunikation unterstreicht die entscheidende Rolle, die Caine bei der Gestaltung militärischer und strategischer Entscheidungen der USA spielt.

Am Dienstag postete Trump auf Truth Social über Caine, wodurch er subtil die Einflussnahme des Generals anerkannte, ohne seine Positionen zu einem möglichen militärischen Schlag gegen Iran explizit zu billigen oder abzulehnen. Der Beitrag deutete auch an, dass Trump nicht von externen Charakterisierungen von Caines Standpunkt beeinflusst wird.

Coopers operative Rolle bei einem potenziellen Krieg

Admiral Brad Cooper, aktueller CENTCOM-Chef, der im August 2025 von Kurilla abgelöst wurde, bleibt eine Schlüsselperson bei der Planung möglicher großflächiger militärischer Operationen gegen Iran. Laut Quellen gilt Cooper als der entscheidende operative Mastermind, und sein Einfluss wäre auf der globalen Bühne erkennbar, falls ein Konflikt ausbricht, obwohl er nicht offiziell als Berater für politische Entscheidungen fungiert.

Cooper wurde kürzlich im Februar vom Weißen Haus nach Iran geschickt, um die iranische Führung während der ersten Verhandlungen mit Kushner und Witkoff zu verängstigen. Als stellvertretender CENTCOM-Chef spielte er eine bedeutende Rolle bei US-Operationen während des Juni 2025-Konflikts, was seine tiefgehende Beteiligung an strategischer Planung und Ausführung vor Ort zeigt.

Coopers Einfluss reicht über Iran hinaus. In der Gaza-Streifenregion war er entscheidend für das Erreichen des Waffenstillstands zwischen Israel und Hamas. In Syrien wurde er entsandt, um die sichere Abzug der SDF zu gewährleisten und den Transfer gefährlicher Gefangener zu überwachen, was seine breite operative Verantwortung in mehreren Theaterszenen zeigt.

Einige Analysten argumentieren, dass der Vergleich zwischen Caines Einfluss unter Trump und dem früheren Chef des Joint Chiefs of Staff Mark Milley unter Biden nicht vollständig gerechtfertigt ist, da verschiedene Präsidenten unterschiedliche Berater für verschiedene Aspekte der nationalen Sicherheitsentscheidungen nutzen. Dies deutet darauf hin, dass das Verhältnis zwischen militärischer Führung und präsidienteller Einflussnahme stark von der Regierung abhängt.

Trotz der anhaltenden Debatte über den Einfluss verschiedener Berater stimmen alle Quellen überein, dass Präsident Trump letztendlich die Entscheidungen über militärische Aktionen trifft. Dies unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen militärischer Führung, strategischen Beratern und exekutiven Entscheidungen bei der Gestaltung der US-Außenpolitik.