Am 10. März wurden Schüsse auf das US-Konsulat in Toronto abgefeuert. Die kanadischen Behörden haben den Vorfall als Sicherheitsbedrohung eingestuft. Es wurden keine Verletzten gemeldet, doch der Angriff hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit diplomatischer Einrichtungen in der Region ausgelöst.

Details zum Schussvorfall

Frank Barredo, stellvertretender Chef der Toronto Police Service, bestätigte, dass der Schussvorfall um 4:30 Uhr morgens am 10. März stattfand. Eine Stunde später wurde ein Polizist aufgefordert, den Vorfall zu melden. Bei der Untersuchung fanden die Beamten Beweise des Angriffs, darunter Patronenhülsen und Schäden an der Außenhülle des Gebäudes. Das Konsulat, das als „sehr gesichert und stark befestigt“ beschrieben wird, erlitt Schäden an den Fenstern und Türen, doch keine Kugeln drangen in das Gebäude ein.

Zugewiesene Zeugen berichteten, dass ein weißer Honda CR-V vor dem Konsulat hielt und zwei Männer aus dem Fahrzeug stiegen, eine Handfeuerwaffe auf das Gebäude richteten und dann zurück in das Auto flüchteten. Die Polizei veröffentlichte Bilder des Fahrzeugs und bittet die Öffentlichkeit um Hinweise oder录像 footage, die bei der Identifizierung der Verdächtigen helfen könnten.

Reaktion der Behörden

Chris Leather, Chefinspektor der Royal Canadian Mounted Police (RCMP), erklärte, der Vorfall werde als „Sicherheitsbedrohung“ behandelt. Die RCMP arbeitet mit lokalen Behörden und dem FBI zusammen, um den Hintergrund des Angriffs zu ermitteln. Leather bestätigte zudem, dass das US- und das israelische Konsulat nach dem Schussvorfall verstärkte Sicherheitsmaßnahmen erhalten werden.

Der Premierminister Mark Carney bezeichnete den Angriff als „abgefucktes Gewaltakt und Versuch der Einschüchterung“. Er betonte, dass die kanadische Regierung potenzielle Bedrohungen für die nationale Sicherheit überprüft und weiterhin die innere Aufmerksamkeit verstärken werde. „Ich bin erleichtert, dass niemand verletzt wurde“, sagte Carney.

Der kanadische Minister für öffentliche Sicherheit, Gary Anandasangaree, verurteilte den Angriff und erklärte, dass er „absolut unakzeptabel“ sei. Er betonte, dass das Land keine Einschüchterung oder Gewalt gegen seine amerikanischen Freunde dulde. Premierminister Doug Ford von Ontario stimmte dieser Aussage zu und bezeichnete den Angriff als „unakzeptables Gewaltakt und Einschüchterung, das auf unsere amerikanischen Freunde und Nachbarn gerichtet ist“.

Kontext und jüngste Vorfälle

Der Angriff folgt auf jüngste Gewaltakte, die religiöse Stätten in Toronto ins Visier nahmen. Zwei Synagogen wurden am Wochenende von Schüssen getroffen, was Bedenken hinsichtlich einer möglichen Zunahme antisemitischer Vorfälle auslöste. Die Bürgermeisterin Olivia Chow betonte, dass die jüdische Gemeinschaft das Recht hat, ohne Angst zu leben, und dass solche Angriffe unakzeptabel sind. „Das kann nicht toleriert werden“, sagte sie und erwähnte die verstärkte Polizeipräsenz vor dem US- und israelischen Konsulat in der Stadt.

Das US-Konsulat in Toronto ist ein häufiger Ort für Demonstrationen, oft in Verbindung mit dem laufenden Konflikt im Nahen Osten. Die Gegend hat eine große iranische Gemeinschaft, und Demonstrationen fanden sowohl in Unterstützung als auch im Widerstand gegen den Krieg im Iran statt. Die Lage des Gebäudes nahe der University Avenue, einer Hauptverkehrsstraße, hat es in der Vergangenheit zu einem Ziel für verschiedene Gruppen gemacht.

Das US-Außenministerium bestätigte, dass es die Situation in Zusammenarbeit mit der lokalen Polizei überwacht. Ein Sprecher erklärte, das Außenministerium sei über den Vorfall informiert und arbeite eng mit kanadischen Behörden zusammen. Die Ermittlungen werden von der integrierten Schusswaffen- und Gang-Task Force geleitet, mit Unterstützung der RCMP und anderer Polizeidienste im Greater Toronto Area.

Die Polizei in Toronto hat die südliche Fahrspur der University Avenue zwischen Dundas und Queen Street geschlossen, um den Beweissammlungsteams den Zugang zu ermöglichen. Die Ermittlungen zum Motiv laufen weiter, und die Behörden untersuchen alle möglichen Verbindungen, einschließlich jüngster Gewaltakte gegen Synagogen.

Behörden bitten die Öffentlichkeit um Hinweise zu dem Angriff. Der weiße Honda CR-V ist der Schlüsselbeweis in der Ermittlung, und die Polizei hat Bilder des Fahrzeugs veröffentlicht, um bei der Identifizierung der Verdächtigen zu helfen.